Der Kapellenhof aus der Luftperspektive Der Kapellenhof
In der Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung unseres Hofes als "Capell-Hube" (1373) standen die Erträge des Gutes für den Lebensunterhalt der Geistlichkeit zur Verfügung. Das rheinhessische Hügelland war bereits für den Weinanbau entdeckt, und die Kirche wußte damals schon, was wirklich gut ist. Sie sicherte sich Landbesitz in den besten Lagen. Als Nachfolger auf dem Kapellenhof bewirtschaften wir u. a. Weinberge in den Spitzenlagen "Hahnheimer Knopf" und "Selzener Gottesgarten". Ende des 18. Jahrhunderts konnten die bisherigen Pächter das Hofgut käuflich erwerben, seither ist es in Familienbesitz. Die Weinbautradition der Schätzels läßt sich bis ins Jahr 1350 nach Rüdesheim zurückverfolgen. Von hier aus machen sie sich auf die Wanderschaft und gelangen schließlich auch nach Rheinhessen. Emil Schätzel heiratete 1889 Bertha Kessel und war der erste Schätzel auf dem Kapellenhof. Auf diesen Urgroßvater, der dem Weingut seinen Namen gegeben hat, sind wir besonders stolz. Seine Verdienste um die Entwicklung und Kultivierung des heimischen Weinanbaus wurden "amtlich": der Großherzog Ernst-Ludwig von Hessen verlieh Emil Schätzel den Ehrentitel "Oekonomierat". Doch auch die Nachfahren zeichnen sich durch Innovationsfreude und Gespür für zukunftsweisende Entscheidungen in Weinberg und Keller aus: Der Betrieb hat sich heute in ein reines Weingut mit Vinothek gewandelt und Kauper's Restaurant im Kapellenhof bietet Ihnen seit 14. Juni 2010 lukullische Speisen und Getränke.
Wir dürfen den Kapellenhof heute in der vierten und fünften Generation "Schätzel" bewohnen: Thomas und Sabine Schätzel leiten das Weingut mit großer Begeisterung für den Wein - gemeinsam mit den Kindern Marianne, Cornelia und Christian erfüllen wir das historische Ensemble mit Leben.